Der Hochzeitsturm

Zu Ehren der Vermählung des Großherzogs Ernst Ludwig mit Prinzessin Eleonore zu Solms-Hohensolms-Lich im Jahre 1905 wollte die Stadt mit einem Geschenk erinnern. 
Ein vom Großherzog geäußerter Wunsch einen Aussichtsturm auf der Mathildenhöhe zu bauen, wurde daraufhin im März 1906 beschlossen. Der von dem Architekten Joseph Maria Olbrich entworfene Turm wurde in den Jahren 1907-1908 vom Hochbauamt der Stadt errichtet.

  • Ansicht Hochzeitsturm von Süd-Westen
  • Eingangsportal
  • Goldene Turmuhr an der Nordfassade
  • Sonnenuhr von Friedrich Wilhelm Kleukens
  • Ansicht Nordfassade
  • Relief über dem Eingangsportal
  • Mosaik am Eingangsportal
  • Turm von Westen
  • Ausstellungshallen und Turm von Osten
  • Südfassade und Eingangsportal


Architektur
Der Hochzeitsturm besteht aus einem breiten mehrstufigen Sockel mit Eingangsportal, dem mit dunklen Klinkern gemauerten, hoch aufstrebenden Turmkörper mit exzentrisch um die Ecke geführten Fensterbändern und einer fünfzinnigen Krone.
 Das Relief über dem Portal ist eine Arbeit des Bildhauers Heinrich Jobst. Es zeigt die Personifikation der vier Herrschertugenden Stärke, Weisheit, Gerechtigkeit und Milde.



Turmuhr und Sonnenuhr 


Am Hochzeitsturm finden wir sowohl die archaische Variante in Form der Sonnenuhr als auch die moderne mechanische Uhr. Rechtzeitig zur letzten Ausstellung der Künstlerkolonie im Jahr 1914 schuf der Maler und Schriftkünstler Friedrich Wilhelm Kleukens die Sonnenuhr an der Südfassade des Turmes.
 Das quadratische Zifferblatt zeigt im Zentrum die gelbe Sonne und die Tagesziffern auf weißem Grund, umgeben von einem blauen Glasmosaik-Fries mit goldenen Sternen, zwischen denen – ebenfalls in Gold – die zwölf Tierkreiszeichen abgebildet sind. Die in Blattgold gefasste Turmuhr auf der Nordfassade mit den Symbolen der drei göttlichen Tugenden Glaube, Liebe, Hoffnung wurde ebenfalls 1914 hinzugefügt.

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